Run The Jewels2 Label: Mass Appeal Records
Medium: Vinyl, CD, Digital
Released: 24. Oktober 2014
deadpress » reviews13.12.2014
Run The Jewels: RTJ2

„Run The Jewels 2“ dürfte wohl eines der meistersehnten Alben des Jahres gewesen sein. Das Erstlingswerk lieferte hierzu auch ausreichend Grund. Die Erwartungen schnellten hoch und damit auch die Befürchtungen, das Duo könne alldem nicht gerecht werden. Doch die Zweifler seien beruhigt – Killer Mike und El-P scheren sich einen gepflegten Dreck um die Erwartungen und Sorgen ihres Umfelds!

„RTJ2“ setzt da an, wo Teil eins aufgehört hat: kompromisslose Raps, wummernde Bässe und stets auch die ein oder andere kreative Soundmanipulation, für die etwas anspruchsvolleren Hörer inmitten der wachsenden Masse an Anhängern.

Nach dem, gerade von Killer Mike sehr energiegeladen vorgetragenen, Opener entfacht dann bereits mit „Oh my Darling don’t Cry“ der erste Höhepunkt des Albums. Das Duo brennt hier die Hütte ab, um im Anschluss mit dem Bulldozer auch die sanft glimmenden Aschereste dem Erdboden gleich zu machen. Jede Spur eines Zweifels wird mit jedem einzelnen Bassstoß zertrümmert.

Dass Run The Jewels bereits für gehörig Furore gesorgt haben, lässt sich auch an den mitunter hochkarätigen Gästen erkennen: Zach De La Rocha gibt wieder einmal ein Lebenszeichen von sich und auch der viel tätowierte Travis Barker trommelt weiterhin vieltätowiert und wild drauf los. Das Ganze wirkt dadurch mitunter sehr abwechslungsreich und so finden sich neben den zumeist düsteren Kompositionen auch etwas mildere Töne, wie beim finalen Track „Angel Duster“.

Bude abgerissen, Hörer befriedigt – mission completed. Mit dieser schlichten Formel lässt sich ein Gesamteindruck artikulieren. Dass dann auch über den ein oder anderen Lückenfüller hinweggesehen werden kann, ist folglich vollkommen verständlich und wird dem Hype, in welchem sich die beiden gerade kopfüber suhlen, nichts abtun.

http://www.runthejewels.net/
http://massappeal.com/
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