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deadwords » interviews 22.06.2012
DEADbeats Vol.1 / Die Künstler / J. Baracuz

Bei J. Baracuz gibt es laut eigenen Aussagen “Beats, statt auf die Fresse”. Der Track auf DEADbeats Vol. 1 vom Produzenten, der lieber etwas im Hintergrund steht und seine Musik sprechen lässt, hat beim ersten Hören relativ wenig mit seiner Punk Vergangenheit zu tun, dennoch hat es natürlich Auswirkungen auf das aktuelle Schaffen, denn nur so kam er zu seinem heutigen Sound und dem Produzieren überhaupt. Mehr im folgenden kleinen Interview…

DEAD: Wer ist J. Baracuz?

J. Baracuz: Einfach nur jemand, der leidenschaftlich gerne Musik macht. Aber auf jeden Fall ohne Irokesenschnitt, 5 Kilo Gold um den Hals und Geprügel. Dafür meistens mit einer Mütze auf dem Kopf, nie Geld für Bling Bling und statt auf die Fresse gibt es vertrackte Beats mit vielen Samples auf die Ohren.

DEAD: Seit wann produzierst du, und wie kamst du auf’s Musikmachen?

J. Baracuz: Angefangen Musik zu machen habe ich so mit 12/13. Gitarre gelernt, erste eigene Songs geschrieben, eine Punkrockband gegründet. Später noch in ein paar anderen Bands gespielt. Ganz typisch halt.
Produzieren tue ich allerdings erst seit ca. 2001/2002. Ich habe damals Gitarrenstunden bei einem Typen genommen, der ein kleines Studio hatte und dort GEMA-freie Musik komponierte. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung von Audio- bzw. Musikproduktion am Computer und war so fasziniert, dass wir kaum noch Gitarre gespielt, sondern die meiste Zeit des Unterrichts im Studio verbracht haben. So kam ich zum ersten Mal in Berührung mit Midi, Synths und Samplern. Und bis heute hat mich das nicht mehr losgelassen.

DEAD: Was bedeutet progressiver HipHop für dich?

J. Baracuz: Um ganz ehrlich zu sein mache ich mir relativ wenig aus Genres und denke da auch nicht viel drüber nach. Keine Ahnung ob meine Musik nun progressive Hip-Hop ist. Open-minded zu sein, Grenzen zu überschreiten und Neues auszuprobieren ist aber auf jeden Fall immer erstrebenswert und durchaus auch eine Einstellung, die ich persönlich beim Musikmachen habe. Aber irgendwie liegt das ja auch in der Natur der Sache. Ich denke jeder, der Musik mit Leidenschaft und Herz macht und nicht aus irgendwelchen kommerziellen Gründen, versucht doch etwas Neues zu schaffen und die Sache für sich voranzutreiben. Von daher sind Bezeichnungen wie progressive Hip-Hop fast ein wenig überflüssig.

DEAD: Gibt es sonst noch irgendetwas, das DEAD Magazine Leser über J. Baracuz wissen sollten?

J. Baracuz: Nein, nicht wirklich. Ich bleibe lieber im Hintergrund und lasse die Musik sprechen.

http://www.facebook.com/jbaracuz
http://www.equinoxrecords.com/
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Foto(s): Mircea Craculeac
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