sixo-freefloatingrationales-cover Label: Fake Four Inc.
Medium: CD, digital
Released: 27. April 2012
deadpress » reviews13.05.2012
Sixo: Free Floating Rationales

Nach der ersten EP „Tracking Perception“ (Name-Your-Price Download via Bandcamp) bringt der professionelle Motocross-Fahrer, Produzent und neuestes Fake-Four-Mitglied Sixo jetzt ein 16 Lieder schweres Album heraus, welches eine fast endlose Liste an Gästen vorzuzeigen hat. Da wäre zum Beispiel Awol One, Sole, Myka 9, Onry Ozzborn, Gregory Pepper oder auch Ceschi – um nur einige zu nennen.

Dies mag so manchen Hörer aufjauchzen lassen, andere runzeln argwöhnisch die Stirn. Einerseits kann man sich nämlich nicht über mangelnde Abwechslung beklagen: Awol One wandert im Opener “Gorgeous” über einen melancholischen Klangteppich, begleitet von Ceschi, der auch in „Bling Coats“ mal wieder sein Gefühl für einprägsame Melodien beweist. Sole gibt sich gewohnt bitter und Gregory Pepper sichert in „Lord Of The Flies“ die Ohrwurmgarantie.

Andererseits verliert man sich jedoch zwischen den ganzen Rap-Größen leicht und vermisst schmerzlich einen roten Faden. Während manche Songs auch noch nach mehrmaligem Hören begeistern, gehen andere in die entgegengesetzte Richtung und wirken austauschbar und beinahe lieblos.

Sixo beweist aber, vor allem auch dank der drei großartigen instrumental Tracks “Beacon Street”, “Dead Brain House” und “Atom Bomb”, dass er sich hinter niemandem zu verstecken hat und mit einem Auge für geschmackvolle Kleinigkeiten und groovende Beats ein würdiges Fake Four-Mitglied ist. Somit ist „Free Floating Rationales“ ein gelungenes Debüt, dem aber ei wenig mehr Ausarbeitungszeit vielleicht ganz gut getan hätte.

http://www.sixobeats.com/
http://www.fakefourinc.com/
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