INDIGO Cover Label: Self Released
Medium: Digital
Released: 18. März 2012
deadpress » reviews06.05.2012
SampleMinded: Indigo

“Wenn Menschen aufhören Sorgen zu haben, wird die Musik immer schlechter!” – So lautet eine Aussage von Fabian Dellefant, dem Kopf von SampleMinded. Nimmt man ihn beim Wort, sind die Mitglieder der Münchener Band wohl ein Fall für die Seelsorge, denn was das Kreativkollektiv mit “Indigo” produziert hat, ist alles andere als schlecht.

Gleich zu Anfang wird schon bewusst, dass der Hörer hier schwere Kost vorgelegt bekommt, die aus den düstersten Ecken des menschlichen Verstandes enstanden ist. Musikalisch verbindet SampleMinded TripHop und Jazz-Rock Elemente gepaart mit einer außergewöhnlichen Soundkulisse (z.B. Geräuschen von Vogelgezwitscher und anschließendem Sample einer Baum Fäll-Aktion) und geschickt arrangierten Electronica Spuren.

Selbst eine gute Prise Dubstep findet ab und zu seinen Weg in die progressiv, dichten Kompositionen, die trotz allem sehr organisch wirken.

Die Stärke des Albums liegt jedoch nicht nur in den kraftvollen Instrumentals, so sind es vor allem auch die verschiedenen Gesangs und Rap Parts, die sich wirklich hören lassen können. Die Texte sind teils Deutsch teils Englisch und inhaltlich intelligent und tiefgründig genug, um den Hörer zum Mitdenken zu motivieren. Simple “Kindergarten” Rhymes sucht man bei MC [M]Anekin Peace und den zwei Features Fatoni und Keno vergebens.

Auf ihrer Homepage gibt’s das ganze Werk als Free Download.

SampleMinded’s “Indigo” gehört auf jeden Fall zur Kategorie: gelungener Genre-Mix – und sollte der 7-köpfigen Band ihre verdiente Anerkennung bringen.

SampleMinded – Indigo by indigoplayer

http://www.sampleminded.net/
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