Deckard Cover For a Better Label: Equinox Records
Medium: Vinyl, Digital
Released: 16. Januar 2012
deadpress » reviews21.01.2012
Deckard: For A Better Tomorrow

Es sei vorweg gesagt, dass sich die lange Wartezeit auf das erste offizielle Album von Deckard überaus gelohnt hat. Mit den zwölf Kompositionen fesselt der Münchener Produzent seine Hörerschaft und gönnt der Nackenmuskulatur kaum Freiraum zur Entspannung.

Denkt man heutzutage an elektronische Musik, verbindet man diese am ehesten mit den typischen arrhythmischen Beatfragmenten, abstrakten Soundexperimenten und einem kaum noch zu leugnenden Dubstep-Einfluss. Umso erfrischender fällt „For A Better Tomorrow“ aus, welches seinen eigenen Weg geht und sich wenig um trendige Musikerscheinungen kümmert. Stattdessen legt es seinen Fokus auf breite, basslastige Beatgerüste, dicke Drums und prägnante Melodien. Das Ergebnis hierbei sind runde und druckvolle Produktionen per excellence.

Von etwas düsteren Stücken wie „Land Of Souls“, das dank fantastischen Drums und der hypnotisierenden Wirkung zu einem der Highlights des Albums aufläuft, oder zum Träumen einladenden Momenten, wie sie uns zum Beispiel „Günesim“ (feat. Deniz Cagli) bescheren, bedient sich Deckard einer angenehmen Bandbreite an verschiedenen Stimmungen und sorgt dadurch für gern gehörte Abwechslung.

Mit „For A Better Tomorrow“ besinnt sich Deckard auf altbewährte Sounds, ohne dabei jemals überholt zu klingen. Viel mehr ist er es selbst, der die Sounds überholt, anpasst und auf ein neues Level anhebt. Dabei wird in die endlosen Weiten der Zukunft geblickt, die sich hoffentlich nicht zu viel Zeit damit lassen wird, uns sein nächstes Album zu überbringen.

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