Sina. Feature 620-300
deadwords » features 09.12.2011
Sina. – Emotionen sprechen lassen

Erst drei Jahre sind vergangen, seit der in Belfast lebende Barry Gordon damit angefangen hat, unter dem Alias Sina. Musik zu produzieren und im Netz für eine anfangs überschaubare Hörerschaft anzubieten. Diesen November nun stand er bereits mit seiner Debüt-EP “From Love To Dust”, die über das populäre Berliner Label Project: Mooncircle released wurde, in den Startlöchern. In dieser kurzen Zeit einen solch großen Karriere-Schritt zu vollziehen, dafür gebührt dem Iren zweifelsfrei Respekt und ist Grund genug für uns, einen genaueren Blick auf dieses vermeintliche Produktionstalent zu werfen.

Es stellt annähernd ein Ding der Unmöglichkeit dar, Sina. musikalisch festzumachen und seine Produktionen genau zu umranden – dafür sind die Soundeindrücke und die Genres, denen er sich bedient, zu verschieden. Seinen eigenen Angaben zufolge, gibt es dann aber doch ein Grundgerüst, welches ihm dabei hilft, seine Kompositionen aufzubauen. „Auch wenn ich nicht unbedingt sagen würde, dass ich einen charakteristischen Sound besitze, sind es dennoch die Harmonien, festen Strukturen und die Manipulationen von Sounds durch Computertechnik, die meine Konstanten darstellen.“

Mit dieser Offenheit und Unvoreingenommenheit gegenüber verschiedenen Musikgenres, setzte er die ersten Bausteine für das Unterfangen, eine EP, welche das bis dato bedeutendste Werk seiner jungen Karriere darstellt, zu produzieren. Die Idee hinter “From Love To Dust” wirkt schlicht, ist aber umso effektiver: dabei zu helfen, „dem alltäglichen zu entfliehen – dank der Liebe, der Kunst und der Musik“ ist es, was Sina. mit seinen Musikschöpfungen erreichen möchte.

„Emotionen sind ungemein wichtig. Alles andere folgt für mich an zweiter Stelle.“

Dass Sina. das Wort Liebe im gleichen Atemzug wie Musik benutzt, überrascht wenig, wenn man bereits in den Genuss seiner zutiefst gefühlvollen Produktionen gekommen ist. Emotionen sind der wichtigste Bestandteil seines Werkens. „Emotionen sind ungemein wichtig. Alles andere folgt für mich an zweiter Stelle.“

Sina. 460-298Interessant ist auch die Tatsache, dass Project: Mooncircle die Initiative ergriff und die Zusammenarbeit mit Sina., nach zufälligem Hören des titelgebenden “From Love To Dust”, in die Wege leitete. Ziel war es, diesen Song zu vermarkten. Aus einem Song wurde mehr, und letztendlich, zum Glücke der Freunde vorbildlicher, elektronischer Musikproduktion, eine vollständige EP. Bis jetzt hatte das Label noch keinen persönlichen Kontakt mit ihrem neugewonnenen Künstler, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.„Ich hoffe, dass ich eines Tages die Chance bekomme, die Project: Mooncircle Crew von Angesicht zu Angesicht kennenlernen zu dürfen – sie scheinen wirklich großartige Leute zu sein.“

“..erwähnte ich bereits, dass ich mehr Musik machen möchte?“

Derweil verspricht Sina., dass auf die kürzlich erschienene EP noch einiges folgen wird. „Ich will mehr Musik machen, mehr Sachen auf den Markt bringen, mit vielen talentierten Künstlern zusammenarbeiten, viele Live-Shows spielen und – erwähnte ich bereits, dass ich mehr Musik machen möchte?“ Die Euphorie und der Enthusiasmus, die hinter diesen Worten stecken, lassen einen optimistisch in die Zukunft blicken und so darf man gespannt auf sein nächstes Release warten. Und vielleicht wird sich Sina. auch eines Tages seinen ganz großen Traum erfüllen, nämlich den, von seinen Produktionen leben zu können. „Ich erwarte nicht, dass mir dies in absehbarer Zeit möglich sein wird, aber aufhören werde ich deswegen auf keinen Fall!“ Bei diesen Worten kann nur bejahend genickt werden.

http://www.projectmooncircle.com/artists/116
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