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deadwords » features 25.10.2011
Julius Holtz – Die Musik spricht für sich selbst

Seit Langem hat Julius Holtz mit Sounds und Musik zutun. Multiinstrumentalist, Filmemacher, Klangkünstler, all das vereint der gebürtige Bremer. Mit seiner “Fool On The Hill” EP geht Holtz nun zum ersten Mal in dieser musikalischen Form an die Öffentlichkeit. Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt um einen kleinen Einblick in das Dasein dieses Künstlers zu geben.

Auf die Bitte, seine Musik kurz selbst zu beschreiben antwortet Julius Holtz trocken: “Warum – Musik spricht doch für sich. Deshalb veröffentliche ich meine Sachen.” Er überlässt die Schubladenstopferei lieber anderen. Die Frage beantwortete er uns im Rahmen eines kurzen Interviews bezüglich seines neusten Releases, einer EP betitelt “Fool On The Hill” [hier im DEAD-Review]. Dass seine Musik für sich selbst spricht, dafür sorgen neben dem begabten Multi-Instrumentalisten Holtz, auch die hochkarätigen Gäste, die der Mann auch noch alle zu seinen Freunden zählen kann. Mit dabei sind Hang Drum Spieler Adam Galina, Turntablist Optms Prme, Bassist Clemens Richter und Vokalistin Bajka. “Ich hätte die EP auch Holtz und Söhne oder Holtz und friends nennen können.” Es ist nicht das erste Release von Julius Holtz, wenngleich auch sein Debüt in dieser Form. “Ich habe Klangkunst ausgestellt und es gibt auch noch mehr experimentelle Musik von mir online.” Zudem steht er hinter der Kamera, und studierte an der Universität der Künste Berlin, mit erfolgreichem Master Degree in Sound Studies.

“Ich spiele viele Instrumente… So lerne ich etwas über Musik.


Zur Musik kam der mittlerweile in Berlin lebende und arbeitende Künstler über den Bruder seiner Stiefvaters. “Mit ihm habe ich auf der Gitarre angefangen zu lernen. Seit dem begleitet mich die Musik.” Dass auch DJ und Turntablism Wurzeln in Holtz stecken merkt man daran, das er hofft, seine EP noch auf Vinyl nachpressen lassen zu können – wenn genügend Vorbestellungen eingegangen sind. Die Fool On The Hill EP versprüht eine solch imense Downbeat-Kreativität, dass sie im Plattenladen neben Größen wie Bonobo, den Nightmares On Wax oder, Kruder & Dorfmeister oder auch Blockhead musikalisch nicht untergehen würde. Das könnte daran liegen, dass Holtz, der zwar Computer gestützt Musik macht, aber auch analog und gerade auch instrumententechnisch und in Musikpraxis sowie -theorie äußerst versiert ist. “Ich spiele viele Instrumente. Und wechsel sehr viel. So lerne ich etwas über Musik. z.B. an der Djembe Rhytmus und am Klavier Harmonie.” Die Augen, respektive Ohren gegenüber anderen Musikern verschließt Holtz auch nicht, und so lässt er sich durchaus inspirieren. “Ich gucke mir gerne mal die Noten an von Stücken die für Lieder gesampelt wurden, die mir gut gefallen. Und spiele die dann auch.” Man darf also nur hoffen, das Julius Holtz nicht selbst irgendwie irgendwo in den unendlichen Dimensionen des Auditiven seiner Musik verschwindet bevor er den geneigten Hörern noch viel mehr gute Musik schenkt.

http://juliusholtz.de/
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