FF Cover 800 Label: Decon Records
Medium: CD, LP, Digital
Released: 14. Oktober 2011
deadpress » reviews14.10.2011
Freestyle Fellowship: The Promise

Sie sind wieder vereint als Freestyle Fellowship: Aceyalone, Myka 9, Self Jupiter, P.E.A.C.E. und DJ Kiilu Grand. Auch, wenn man gerade bei den ersten beiden nie das Gefühl hatte, dass sie dem Hip Hop verlorengegangen wären, so ist ein neues Album von Freestyle Fellowship nach zehn Jahren doch schon ein Highlight, und die Erwartungen entsprechend hoch.

Es wäre vermessen, dieses Album aus 2011 neben ihre Klassiker wie “Innercity Griots” zu stellen, und doch fühlt man sich immer wieder erinnert. “Daddies” klingt entfernt nach Haiku D’Etat, ein “Know The Truth” kommt jazzig wie ein “Inntercity Boundaries”, ihr Chanting-Style lässt mich an die Heavyweights-Runden bzw. “Tolerate” denken. Man ist dazu geneigt, weil die Einzigartigkeit von Freestyle Fellowship mit den vier markanten Stimmen prägend war – und ist.

In den ersten Tracks des Albums melden sich Freestyle Fellowship eindrucksvoll zurück (neben dem Vorabtrack “We Are” auch “The Write Here”, “Step 2 The Side”). Dass die Rap “Ambassadors” tiefgründiger können, zeigen sie gerade in der zweiten Hälfte des Albums mit Tracks wie “Government Lies” oder auch “Popular”. Aceyalone, Myka 9, Self Jupiter und P.E.A.C.E. setzen immer noch Maßstäbe und verleihen dem Album Seele. Trotzdem bleibt eine gewisse Leere, was hauptsächlich an den Produktionen liegt, die nicht immer überzeugen können. Letztlich überwiegen aber doch die Stärken. Freestyle Fellowship klingt immer noch erfrischend, als hätten sie nicht schon tausend andere inspiriert.

http://www.projectblowed.com/
http://deconrecords.com/
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