1275430-oskar-ohlson-honk-bang-whistle-and-crash Label: Knertz
Medium: CD
Released: 2007
deadpress » reviews26.01.2008
Oskar Ohlson: Honk, Bang, Whistle and Crash

Mein Album des Jahres. Knapp drei Wochen vor Jahreswechsel bei mir eingetroffen, habe ich seitdem kaum einen Tag verbracht, an dem ich diese CD nicht mindestens einmal gehört hätte. Wo also nun anfangen?

Oskar Ohlson ist auf diesem Album verantwortlich für Drums, MPC, diverse Tasteninstrumente, Frickeleien und Arrangements. Dabei erschafft er, ausgehend von seinem verspielt-druckvollem Schlagzeugspiel, Lage für Lage ein sich durch das gesamte Album ziehendes kohärentes Klangbild irgendwo zwischen einem Haufen total verkaterter Musiker eingesperrt in einem Kinderzimmer voll blinkender Musikinstrumente und einer altersweisen Marching-Band in Baggy-Pants. Honk, Bang, Whistle and Crash ist ein Album, das man sofort mit all seinen Freunden teilen möchte, das man sich morgens anhört, wenn der Tag nicht so recht beginnen will, und mit dem man den Tag dann auch garantiert nicht mehr beginnen lassen wird. Upbeat-Songs wechseln ab mit bedächtig-elegischen Augenzwinkerern, manches wirkt wirklich wie aus einer traumhaften Zirkusvorstellung entnommen oder schüttelt längst vergessene Erinnerungen wach wie ein unvernünftig süßes Bonbon.

Eingeklammert zwischen dem instrumentalen Intro und einem komplett vokalen Schlussstück sind 9 Lieder mit Gast-Sängern und -Rappern wie Otem Rellik, Winterismyname, Audio88, Babel Fishh, Demune, Variex und Astronautalis, dessen Beitrag für mich auch sein bisher ausgereiftester Song ist. Mit dem von Scarlet Scamper besungenen „Chaos Walks“ findet sich zudem ein veritabler Hit auf dem mit einer knappen halben Stunde viel zu kurzen Album, dem man wirklich nur das Beste wünschen kann!

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Published in DEAD Magazine Issue IV
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